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Rollen & Berechtigungen

Berechtigungen und Verantwortlichkeiten in MEMConnect richtig einrichten

Ein Berechtigungskonzept ist keine Liste möglichst vieler Zugriffe. Es verbindet eine konkrete Aufgabe mit der kleinsten dafür notwendigen Sicht und regelt, wann der Zugriff wieder endet.

MEMConnect-AdministratorenDatenschutz- und IT-VerantwortlicheLeitende Berufsbildung

Vier Fragen für jede Berechtigung

Beantworten Sie vor der Vergabe, warum die Person Zugriff braucht, was sie tun darf, für wen beziehungsweise welchen Bereich dies gilt und bis wann die Berechtigung benötigt wird.

DimensionLeitfrageBeispiel
ZweckWelche Aufgabe wird erfüllt?Kompetenznachweis beurteilen
AktionLesen, erfassen, bearbeiten oder freigeben?Bewertung erfassen und abschliessen
UmfangWelche Personen, Berufe oder Standorte?Nur zugeteilte Lernende am Standort
DauerWann beginnt und endet der Zugriff?Während Einsatz plus definierte Nachbearbeitung

Rollenmatrix statt Einzelrechte

Eine Rollenmatrix erleichtert Prüfung und verhindert historisch gewachsene Sonderrechte. Ausnahmen benötigen eine Begründung und ein Enddatum.

RolleTypischer ZugriffBewusst begrenzen
Lernende PersonEigene Aufgaben, Planung, RückmeldungenKeine fremden Profile oder Bewertungen
Praxisausbildner/inZugeordnete Einsätze und fachliche RückmeldungenKeine Gesamtberichte ohne Verantwortung
Berufsbildner/inEigener Beruf oder zugeteilte LernendeKeine unnötigen standortfremden Daten
PlanungsverantwortlicheRotation, Termine und KapazitätenKeine fachlichen Bewertungen ohne Auftrag
AdministrationStammdaten, Rollen und KonfigurationKeine inhaltliche Beurteilung kraft Technikrolle

Berechtigungen über den gesamten Lebenszyklus steuern

Die meisten unpassenden Zugriffe entstehen nicht bei der ersten Vergabe, sondern bleiben nach Wechseln bestehen.

  1. 1

    Beantragen

    Aufgabe, Rolle, Umfang und Dauer benennen.

  2. 2

    Genehmigen

    Fachlich verantwortliche Stelle prüft Notwendigkeit und Trennung.

  3. 3

    Zuweisen

    Standardrolle mit kleinstmöglichem Umfang vergeben.

  4. 4

    Kontrollieren

    Anmeldung und benötigte Sicht mit repräsentativem Fall prüfen.

  5. 5

    Anpassen oder entziehen

    Bei Funktionswechsel, Stellvertretungsende oder Austritt zeitnah aktualisieren.

Regelmässige Zugriffskontrolle

Erstellen Sie eine Liste aktiver Konten mit Rolle, Umfang, letzter Änderung und verantwortlicher Freigabe. Prüfen Sie nicht nur inaktive Personen, sondern auch zu weit gefasste aktive Rollen.

  • Ausgetretene und deaktivierte Personen besitzen keinen aktiven Zugang.
  • Temporäre Stellvertretungen haben ein Enddatum.
  • Mehrfachrollen sind fachlich begründet.
  • Administrationsrechte sind auf wenige zuständige Personen begrenzt.
  • Berufs- und Standortwechsel wurden nachgeführt.
  • Auffälligkeiten und Korrekturen sind dokumentiert.

Stellvertretung und Notfallzugriff regeln

Ein Notfall darf nicht zu dauerhaft geteilten Konten führen. Verwenden Sie persönliche Zugänge, zeitlich begrenzte Zuweisungen und nachvollziehbare Freigaben.

Praxis-Transfer

So wird aus dem Leitfaden ein Arbeitsergebnis

Beantwortete Suchfrage: MEMConnect Berechtigungen planen

01

Konkreter Start

Beschreiben Sie für jede Rolle Zweck, Aktion, organisatorischen Umfang und benötigte Dauer.

02

Erwartetes Ergebnis

Eine prüfbare Rollenmatrix mit Freigabe-, Stellvertretungs- und Entzugsprozess.

03

Qualitätskontrolle

Aktive Zugriffe lassen sich vollständig auf eine aktuelle Aufgabe und Genehmigung zurückführen.

FAQ

Häufige Fragen zu Rollen & Berechtigungen

Was bedeutet Need-to-know bei Lernendendaten?

Eine Person sieht und bearbeitet nur jene Daten, die sie für ihre konkrete Ausbildungsaufgabe benötigt. Position oder allgemeines Interesse allein begründen keinen Zugriff.

Wie oft sollen Berechtigungen geprüft werden?

Bei jedem Ein-, Aus- und Funktionswechsel sowie zusätzlich in einem festen regelmässigen Rhythmus. Kritische Administrationsrollen sollten häufiger kontrolliert werden.

Dürfen Zugangsdaten im Team geteilt werden?

Nein. Persönliche Konten sichern Verantwortlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Stellvertretungen werden über eigene, begrenzte Berechtigungen gelöst.

Quellen und Vertiefung

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